Zuwanderung bleibt stabil

30. Januar 2020 15:20

Wabern BE - Der Zuzug von Ausländern in die Schweiz hat im vergangenen Jahr im Jahresvergleich nur marginal zugelegt. Dabei wogen sich eine verstärkte Zuwanderung aus EU/EFTA-Staaten und ein Rückgang des Zuzugs von Bürgern aus Drittstaaten auf.

Einer Mitteilung des Staatssekretariats für Migration (SEM) zur Statistik Zuwanderung 2019 zufolge sind im vergangenen Jahr 140'554 Ausländer in die Schweiz eingewandert. Gegenüber 2018 entspricht dies einem marginalen Anstieg von 0,3 Prozent. Die Zuwanderung von Bürgern aus EU- oder EFTA-Staaten stieg im Jahresvergleich dabei um 1,3 Prozent an. Die Zuwanderung von Bürgern aus Drittstaaten nahm gleichzeitig hingegen um 1,8 Prozent ab.

Fast acht von zehn Einwanderern aus den EU- und EFTA-Staaten zog es 2019 zum Arbeiten in die Schweiz. Familiennachzüge bildeten für 29 Prozent der Einwanderer insgesamt den Einwanderungsgrund. Hier werden auch aus dem Ausland nachziehende Familienmitglieder von Schweizer Bürgern erfasst.

Den eingewanderten Ausländern standen im vergangenen Jahr 79'973 Auswanderer gegenüber. Im Vergleich zu 2018 verliessen damit im letzten Jahr 1 Prozent weniger Menschen die Schweiz. Unterm Strich ergibt sich im letzten Jahr somit ein Nettozuzug von Ausländern von 55'017 Personen. Der Wanderungssaldo von 2018 war geringfügige 0,5 Prozent niedriger ausgefallen. Der Wanderungssaldo aus EU- und EFTA-Staaten wird vom SEM für 2019 mit 31'965 Personen angegeben. Der Nettozuzug von Einwohnern aus Staaten, für die ein Freizügigkeitsabkommen mit der Schweiz gilt, ist gegenüber 2018 somit um 3,5 Prozent gestiegen.

Insgesamt lebten zum Stichtag per Ende Dezember 2'111'412 Ausländer in der Schweiz. Davon waren 1'442'640 Menschen aus EU- und EFTA-Staaten zugewandert. Mit 323'683 beziehungsweise 309'388 Personen stellen Italiener und Deutsche hier die grössten Kontingente. Portugiesen folgen mit 262'926 Einwanderern auf dem dritten Platz. Aus Drittländern stammen 668'772 der in der Schweiz lebenden Ausländer. hs

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