Zuger Bitcoin-Beschluss wirft hohe Wellen

10. Mai 2016 12:22

Zug - Die Entscheidung der Stadt Zug, als erste Gemeinde der Welt die virtuelle Währung Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, hat international Aufmerksamkeit erregt. Das US-Magazin „Fortune“ schreibt in einer Reportage, Zug wolle sich als „Crypto Valley“ profilieren.

Mit der Entscheidung, ab 1. Juli die Kryptowährung Bitcoin für die Zahlung von Gebühren bis 200 Franken anzuerkennen, will Stadtpräsident Dolfi Müller laut dem Artikel des New Yorker Magazins „Fortune“ die Zuger Offenheit für neue Technologien dokumentieren. Der Politiker wolle zudem ein Zeichen der Unterstützung für den Finanztechnologiesektor (Fintech) der Region setzen. Da die Kosten von Bitcoin-Zahlungen tief seien, habe möglicherweise auch der Sparzwang bei dem Beschluss eine Rolle gespielt.

„Das ist weltweit das erste Mal, dass auf staatlicher Ebene Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden“, zitiert die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) den Geschäftsführer der Bitcoin Suisse AG, Niklas Nikolajsen, in einem Artikel zum gleichen Thema. Der gebürtige Däne ist Mitbegründer dieses Zuger Jungunternehmens, welches mit dem virtuellen Zahlungsmittel handelt. Für die „NZZ“ ist es kein Zufall, dass die Stadt Zug bei der Anerkennung der kontrovers diskutierten Währung vorprescht. In den vergangenen zwei bis drei Jahren haben sich nach „NZZ“-Angaben mehr als 15 Firmen aus dem Bereich der digitalisierten Finanzdienstleistungen und Blockchain im Zentralschweizer Kanton angesiedelt.

„Im Rahmen unserer Strategie Zug 2035 wollen wir frühzeitig Erfahrungen mit solchen Technologien sammeln“, sagte Stadtpräsident Müller der „NZZ“. Wenn Zug in den kommenden Jahren zur Smart City werden wolle, sei Offenheit besonders gegenüber neuen Finanzdienstleistungen erforderlich. „Zug gibt damit der Branche zu verstehen, dass sie hier willkommen ist“, kommt Luzius Meisser, Präsident der Dachorganisation Bitcoin Association Switzerland, in der „NZZ“ zu Wort. eg

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