Zug setzt auf Bitcoins

03. Mai 2016 15:15

Zug - Ab Juli können Gebühren in der Stadt Zug teilweise mit der digitalen Währung Bitcoin beglichen werden. Der Stadtrat will damit für Firmen der digitalen Finanzbranche in der Region ein Zeichen setzen.

Ab dem 1. Juli 2016 sollen am Schalter der Einwohnerkontrolle der Stadt Zug Gebühren bis 200 Franken mit Bitcoins bezahlt werden können. Dies hat der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung entschieden. Ende Jahr werde der Ablauf des Pilotprojekts analysiert. Dann werde der Stadtrat entscheiden, ob Bitcoins und andere digitale Währungen in Zukunft als Zahlungsmittel für weitere städtische Dienstleistungen akzeptiert werden sollen.

Mit dem Pilotprojekt will der Stadtrat laut einer Mitteilung den in der Region ansässigen Firmen entgegenkommen. Innert weniger Jahre habe sich die Region Zug zu einem Cluster für Unternehmen der digitalen Finanzbranche (FinTech) entwickelt. Zum sogenannten Crypto Valley Zug zählen nach Angaben des Stadtrats  bereits mehr als 15 Firmen.

„Wir wollen unsere Offenheit für die neuen Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln“, lässt sich Stadtpräsident Dolfi Müller zitieren. Geplant sei es auch die FinTech-Unternehmen aus der Region zu einem Gedankenaustausch einzuladen, um die Bedürfnisse des Wirtschaftsraums besser kennenzulernen.

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit, mit der Überweisungen direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt werden können, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle notwendig ist.  ssp

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