Zürich und Genf verlieren in Rangliste der mächtigsten Städte

02. Dezember 2020 14:19

Zürich - Die Zukunftsaussichten für Zürich und Genf trüben sich ein. Beide Städte haben in der Rangliste der mächtigsten Städte der Welt Plätze verloren. New York bleibt auf Platz 1, gefolgt von London und Paris. Peking steigt in die Top 5 auf.

Im Global Cities Report 2020 der weltweit tätigen Unternehmensberatung Kearney haben sich Zürich und Genf im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Kearney bewertet in diesem Bericht die Leistungen der mächtigsten Städte der Welt.

„Nach mageren Ergebnissen für Zürich in den letzten Jahren (2019: Platz 30) geht es in der neuesten Erhebung um einen weiteren Platz auf 31 bergab“, heisst es in der Medienmitteilung von Kearney. „Noch schlechter schneidet Genf ab. Es fällt um drei Ränge auf Platz 40 und liegt jetzt sogar hinter Mexiko City (38).“ Besonders unerfreulich sehe es für die beiden Metropolen bezüglich ihres Zukunftspotenzials aus. „Hier kam es bei Zürich zu einem regelrechten Absturz um sieben Plätze auf Platz 22.“ Auch Genf konnte „seinen hervorragenden 12. Platz des Vorjahres“ nicht halten und liegt jetzt auf Platz 16.

Insgesamt wurden 151 Metropolen hinsichtlich Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politischem Engagement zu Beginn der COVID-19-Krise eingestuft. Bestandteile des Berichts sind sowohl der Global Cities Index als auch der Global Cities Outlook, der sich auf die Zukunftsaussichten der Städte fokussiert.

Auf Platz 1 des Gesamt-Klassements liegt weiterhin New York, gefolgt von London und Paris. Aufsteiger des Jahres ist Abu Dhabi. Auch Dubai klettert von Platz 32 auf 18. Den Aufstieg Pekings in die Top 5 der Welt bezeichnet Kearney als auffälligste Veränderung im Index. Die Stadt verdrängt Hongkong auf Platz 6. Bei den Zukunftsaussichten machten die grössten Sprünge nach vorn Chicago (+15 auf 23), Dubai (+14 auf 18), Abu Dhabi (+13 auf 7) und Montreal (+10 auf 13).

Zudem beobachtet Kearney erste Anzeichen einer Machtverschiebung im asiatischen und arabischen Raum. Für einige dort liegende Städte zahlten sich langfristige Investitionen in Innovation, Bildung und Digitalisierung mittlerweile aus. Europa sei „in der aktuellen Krise noch stärker gefragt, in diesen Bereichen zu investieren“, so Martin Eisenhut, Partner und Managing Director von Kearney Deutschland, Österreich und Schweiz. mm

Mehr zu Standortqualität

Aktuelles im Firmenwiki