Zürich rutscht in Rangliste der Innovationskraft ab

05. Mai 2022 14:08

Zürich - Der Kanton Zürich ist im internationalen Vergleich als Innovationsstandort gut aufgestellt. Im Vergleich zu 2014 hat er aber gegenüber anderen Standorten eingebüsst. Die kantonale Standortförderung will die Innovationskraft mit Vernetzung und Anstössen zur Zusammenarbeit stärken.

„Die Innovationskraft einer Region ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im härter werdenden Standortwettbewerb“, leitet die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich eine Mitteilung zu einer neuen Untersuchung ihres Amts für Wirtschaft und Arbeit ein. Hier schneide der Kanton Zürich gut ab, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion. Den Erhebungen zufolge belegt der Kanton Zürich unter 250 europäischen Innovationsstandorten den 51. Platz. 

Unter den Regionen mit noch höherer Innovationskraft seien allerdings auch „wichtige Konkurrenzstandorte wie München oder Stockholm“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Zudem belegte der Kanton Zürich 2014 noch den 18. Rang und hat seither gegenüber anderen Standorten eingebüsst. Um dies wieder wett zu machen, müsse der Kanton die zentralen Einflussfaktoren seiner Innovationskraft verbessern. Als solche zählt die Volkswirtschaftsdirektion Forschung, Humankapital, Unternehmertum und Regulierung auf. 

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit sieht sich durch die Ergebnisse der Untersuchung in der Strategie seiner Standortförderung bestätigt. Sie setzt für eine Stärkung der Innovationskraft unter anderem auf Vernetzung und Anstossen von Kollaborationen. Dafür unterstützt die Standortförderung Innovationshubs wie den Innovationspark Zürich, das neugegründete Digital Health Center Bülach oder den Health Tech Park Zürich-Schlieren. Darüber hinaus soll eine gerade an den Start gegangene Innovationsplattform zur Vernetzung und Orientierung der Zürcher Innovationsökosysteme beitragen.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst in einer Mitteilung, dass die Volkswirtschaftsirektion den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit lege. Sie verweist auch auf die hohe Steuerlast im Kanton, die ungenügende Digitalisierung der Verwaltung und auf die Verzerrung des Wettbewerbs durch kantonale Beteiligungen. Auch müsse der Innovationspark Dübendorf vorangetrieben werden. hs

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