Zürcher Wirtschaft kann Einbruch noch 2020 wettmachen

17. Juni 2020 12:51

Zürich - Das Zürcher Wirtschaftsmonitoring geht davon aus, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr einen guten Teil des pandemiebedingten Einbruchs wieder ausgleichen kann. Gleichzeitig rechnet der Bericht jedoch bis Ende des Jahres mit steigender Arbeitslosigkeit.

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich hat das Zürcher Wirtschaftsmonitoring für das erste Halbjahr 2020 vorgelegt. Der Schwerpunkt dieses Berichts liegt auf den volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Lockdowns. 

Fast alle Branchen seien betroffen. Laut einer Mitteilung zeigen nur das Baugewerbe und die Banken weiterhin eine gute Geschäftslage. Auch die Erwartungen für die nächsten Monate seien noch sehr durchwachsen. Die Autoren rechnen jedoch im zweiten Halbjahr mit einer starken Erholung. Sie gehen davon aus, dass „ein guter Teil des Einbruchs wettgemacht“ werden könne.

Von Arbeitslosigkeit waren dem Bericht zufolge bisher am stärksten Personen zwischen 20 und 30 Jahren betroffen. Vor allem Angestellte aus Gastronomie, Kunst, Unterhaltung und Sport sowie der Reisebranche sahen sich mit dem Verlust des Arbeitsplatzes konfrontiert.

Die Industrie halte sich verhältnismässig gut. Einige Indikatoren lägen deutlich über dem Tiefpunkt anderer Krisen, etwa zu Beginn der Finanzkrise Ende 2008. Ein genauerer Blick auf die Teilbranchen bestätige, „dass sich die Auftragslage erst in recht beschränktem Ausmass verschlechtert hat“. Die jüngsten Schwankungen des Bestellungseingangs blieben mehrheitlich im Rahmen der vergangenen Quartale.

Die Weltwirtschaft stehe vor einer Rezession. Davon seien auch die Zürcher Handelspartner „stark betroffen“, besonders der Dienstleistungssektor, der in wirtschaftlichen Schwächephasen bislang ein Stabilitätsfaktor gewesen sei. mm

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