Zürcher Kantonalbank prognostiziert stabile Konjunktur

28. November 2019 14:14

Zürich - Die Zürcher Kantonalbank sieht die Weltwirtschaft durch geopolitische Spannungen belastet. Eine Rezession ist ihr zufolge jedoch nicht zu erwarten. Vielmehr werde sich die Wirtschaft in einem flauen Umfeld stabilisieren.

„Die Weltwirtschaft ist 2019 in eine synchrone Schwächephase eingetreten, wobei sich die USA als letzte der grossen Volkswirtschaften dieser Entwicklung nicht entziehen konnten“, schreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einer Mitteilung. Ihre Analysten vom CIO-Office der ZKB sehen voraus, dass die Konjunktur auch im nächsten Jahr schwach bleiben wird. Sie halten dabei aber eine Stabilisierung für „deutlich wahrscheinlicher als eine Rezession“.

In der Mitteilung wird dieses Szenario mit der Aussicht auf keine weitere Verschlechterung des Welthandels begründet. Dies werde den Industriesektor stabilisieren, während der vom Handelskonflikt zwischen China und den USA nicht beeinflusste Dienstleistungssektor ohnehin robuster sei. Zudem gehen die Analysten für 2020 von einem Auslastungsgrad der Wirtschaft aus, der in der Lage ist, „Beschäftigung und Einkommenserwartung zu unterstützen“. Dies werde sich positiv auf den privaten Konsum auswirken.

Den USA sagen die Analysten im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von etwas unter 2 Prozent voraus. Der Eurozone wird ein Anstieg um 0,8 Prozent prognostiziert. In der Schweiz sollte das Bruttoinlandprodukt um 1,2 Prozent ansteigen. Für China rechnen die Analysten „mit einer Fortsetzung der Wachstumsverlangsamung in Richtung 5,8 Prozent“.

„Aktien bleiben auch 2020 die bevorzugte Anlageklasse“, wird ZKB-CIO Christoph Schenk in der Mitteilung zitiert. „Besonders attraktiv sind derzeit Schweizer und US-Aktien.“ Obligationen brächten Investoren derzeit hingegen überwiegend nur geringe Renditen ein. hs

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