Zürcher Handelskammer fordert Standortstrategie

13. Februar 2023 12:25

Zürich - Die Zürcher Handelskammer (ZHK) fordert vom neu gewählten Regierungsrat eine Strategie zur Stärkung des Standorts Zürich ein. Dazu sollen Steuern gesenkt, das Projekt Innovationspark vorangetrieben und die Verlängerung der Pisten am Flughafen beschlossen werden.

Die Zürcher Handelskammer bewertet den Ausgang der Wahlen im Kanton Zürich am 12. Februar insgesamt positiv. Es sei erfreulich, dass im Regierungsrat „die bürgerliche Mehrheit gesichert werden konnte und Silvia Steiner (Die Mitte), Ernst Stocker (SVP), Natalie Rickli (SVP) und Carmen Walker Späh (FDP) in ihren Ämtern bestätigt wurden“, schreibt die ZHK in einer entsprechenden Mitteilung. Die Zürcher Stimmbevölkerung traue „dem bürgerlichen Lager mit SVP, FDP und Die Mitte zu, den Kanton Zürich vorwärtszubringen“. Nach Ansicht der Handelskammer ist dazu eine Standortstrategie erforderlich, „die Zürich als Wirtschaftsplatz im internationalen Vergleich stärkt“. 

Als zentrale Aspekte einer solchen Strategie zählt die ZHK Steuern, internationale Verkehrsanbindung, Arbeitskräfte und Innovation auf. Vom Innovationspark verspricht sich die ZHK dabei wichtige Impulse für die Stärkung des Standorts in einem von Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demographie getriebenen Wandel. „Nach dem deutlichen Ja des Kantonsrats zum Ausbau und Erschliessung des Forschungs-Campus sowie für die Weiterführung der Aviatik muss dieses Generationenprojekt entschlossen entwickelt werden“, schreibt die Handelskammer.

Sie fordert darüber hinaus unter anderem eine Senkung der Steuerbelastung für Unternehmen und Privatpersonen und eine unternehmensfreudliche Umsetzung der OECD-Mindeststeuerreform ein. Gegen den Arbeitskräftemangel solle unter anderem mit einer Stärkung der Berufsbildung und Massnahmen gegen die Wohnungsknappheit vorgegangen werden. hs

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