Zürcher Forscher entwickelt einzigartiges Mikroskop

17. September 2019 10:33

Zürich - Ein Doktorand der Universität Zürich hat ein neuartiges Lichtscheiben-Mikroskop entwickelt. Inzwischen wird es von internationalen Wissenschaftlern nachgefragt.

An der Universität Zürich (UZH) ist ein völlig neuartiges Mikroskop gebaut worden. Wissenschaftlern fehlte bis dahin ein Gerät, das grössere Gewebe im Lichtscheibenverfahren mikroskopieren kann. Bei dieser Technik scannt ein fokussierter Laserstrahl in optischen Schnitten durchsichtig gemachtes Gewebe. Dadurch kann die räumliche Struktur innerhalb einer Probe sichtbar gemacht werden, etwa Netzwerke von Nervenzellen oder das Innere von Blutgefässen.

Im Labor von Fritjof Helmchen des UZH-Instituts für Hirnforschung begannen Doktorand Fabian Voigt und Kollegen vor vier Jahren mit der Entwicklung dieses Prototyps. „Die Herausforderung bestand in der Konfiguration des Lichtstrahls, respektive der Lichtscheibe auf das relativ grosse Volumen der Probe“, wird Voigt in einer Medienmitteilung der UZH zitiert. Schliesslich erreichte der Physiker und Neurowissenschaftler sein Ziel: Sein Lichtscheiben-Mikroskop kann erstmals fingerdicke Gewebeproben darstellen, und das in wenigen Minuten.

Mittlerweile erreichen das Institut zahlreiche Anfragen von Wissenschaftlern und Instituten der ganzen Welt, darunter auch des Wyss Centers der Universität Genf und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

Entwicklungsgeschichte, Anwendungsbereiche, technische Details und Aufnahmen dieses Mikroskops sind im Internet dokumentiert. Am 17. September stellte die renommierte Fachzeitschrift „Nature Methods“ Voigts Entwicklung einer breiteren Öffentlichkeit vor. mm

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