Zürcher Forscher beschleunigen Corona-Test

12. Juni 2020 14:13

Zürich - Forscher am Zentrum für funktionelle Genomik haben neueste Technologien der DNA-Sequenzierung für den Nachweis des Coronavirus eingesetzt. Mit ihrem Verfahren könnten günstige und schnelle Reihenuntersuchungen möglich werden. Allerdings muss die Sensitivität noch verbessert werden.

„Moderne Sequenziertechnologien analysieren innert Stunden Milliarden von DNA-Bausteinen“, erläutert die Universität Zürich (UZH) in einer Mitteilung. Forscher des Zentrums für funktionelle Genomik (FGCZ) der UZH und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben diese Technologien für den Nachweis des Coronavirus nutzbar gemacht.

„Wir können mit unserem Verfahren Hunderttausende von Proben innert weniger Tagen analysieren“, wird Ralph Schlapbach, Leiter des FGCZ, in der Mitteilung zitiert. „Die Methode könnte beitragen, die Pandemie auf ihren Höhepunkten besser zu kontrollieren.“

Neben der immensen Kapazität habe die von den FGCZ-Forschern entwickelte Methode noch einen weiteren Vorteil, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Technologie kann die gesuchten Genabschnitte des Virus nicht nur nachweisen, sondern auch sequenzieren. Damit lassen sich die verschiedenen Proben genetisch abgleichen und es können Rückschlüsse auf die Infektionsketten gezogen werden. Auch auffällige Veränderungen des Virus könnten damit erkannt werden, schreibt die UZH.

Bis das Verfahren einsatzbereit ist, werde es aber noch etwas dauern, heisst es in der Mitteilung weiter. Aktuell liege die Zahl der falsch negativen Ergebnisse noch zu hoch. Die Forscher sind jedoch überzeugt, dass sich dieser Fehler beheben lassen wird. hs

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