Zühlke spannt mit SBB für neue Rangierkontrolle zusammen

10. Oktober 2022 13:18

Schlieren ZH/Bern - Zühlke und SBB spannen bei der Entwicklung des Nachfolgemodells für das Rangier-Kommunikationsgerät LISA zusammen. Es muss nach zehnjähriger Laufzeit durch eine neue Version ersetzt werden.

Der Schlieremer Innovationsdienstleister Zühlke hat laut Medienmitteilung mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB eine Kooperation beim Bau eines neuen Geräts zur Rangier-Kontrolle vereinbart. Das als „vielseitigste Rangier-Kommunikation der Welt“ bezeichnete System LISA sei nach zehn Jahren an das Ende seines Verwendungszyklus gekommen, heisst es weiter. Es müsse deshalb erneuert werden. Dabei spannten Zühlke und SBB zusammen, die schon in der Vergangenheit verschiedene Projekte gemeinsam erfolgreich umgesetzt hätten.

Das LISA-Upgrade soll im selben Gerätekasten Platz finden, der schon in Rangierloks der SBB eingebaut ist. Die Produktarchitektur werde für die Zuverlässigkeitssteigerung massiv überarbeitet und die Qualität optimiert, so dass die Zuverlässigkeit im rauen Umfeld des Bahn-Rangiereinsatzes gesteigert werden könne. Durch verbesserte mechanische Eigenschaften werde die Dichtheit des Geräts verbessert und so die Zuverlässigkeit im Feldeinsatz optimiert. Weiter werde das Gerät funktechnisch für die Zukunft vorbereitet, etwa durch 4G-Tauglichkeit, was die Einsatzmöglichkeiten weiter steigere.

Neben den technischen müssten gemeinsam auch logistische Herausforderungen gelöst werden, heisst es weiter. So erweise sich zum einen die Einführung der neuen Geräte im laufenden Bahnbetrieb als komplexe Aufgabe. Und zum anderen gehe es um Optimierung und Sicherstellung der anspruchsvollen Beschaffungslieferkette.

Zühlke entwickle zusätzlich eine flexible Fertigungslinie mit Testsystem, die nach Bedarf bereits während der laufenden Produktion für die Produktwartung verwendet werden kann. Das soll ermöglichen, den Rangierbetrieb jederzeit aufrecht zu erhalten. gba 

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