ZHK kritisiert Pläne zur klimaangepassten Siedlungsentwicklung

06. September 2021 13:51

Zürich - Eine Revision des Planungs- und Baugesetzes soll die Siedlungsentwicklung im Kanton Zürich besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Für die Zürcher Handelskammer (ZHK) sind einige geplante Massnahmen, insbesondere zur Unterbauung, irreführend und unverhältnismässig.

Der Kanton Zürich hat eine Revision des Planungs- und Baugesetzes eingeleitet. Sie soll den Gemeinden Instrumente verschaffen, mit denen die Siedlungsentwicklung auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden kann. Konkret sieht die Revision Massnahmen gegen die Hitzebelastung und für die Verbesserung des Lokalklimas in den Städten vor.

Die Zürcher Handelskammer unterstütze den Grundgedanken der geplanten Revision, informiert die ZHK in einer Mitteilung. Eine Reihe der dort vorgesehenen Massnahmen wird von der Handelskammer jedoch als „nicht zielführend“ und „erhebliche Eingriffe in die Eigentumsrechte der Immobilieneigentümer“ abgelehnt. Zudem seien manche Vorschläge mit „zu hohen Kosten für die Wirtschaft und Private“ verbunden.

In der Mitteilung spricht sich die ZHK insbesondere gegen neue Regelungen bei der Unterbauung aus. Sie werden als zu stark einschränkend und kostenintensiv kritisiert. Zudem verhinderten „die vorgeschlagenen starren Regeln auch das von verschiedener Seite geforderte verdichtete Bauen“, argumentiert die Handelskammer.

Darüber hinaus lehnt die Handelskammer Regelungen ab, die „einen unverhältnismässig grossen Eingriff in die verfassungsmässig geschützte Eigentumsgarantie zur Folge hätten“, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die detaillierten Einwände der Handelskammer können der Vernehmlassungsantwort der ZHK entnommen werden. hs  

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