ZHK ist für liberalere Ladenöffnungszeiten

08. April 2021 11:17

Zürich - Die Zürcher Handelskammer (ZHK) unterstützt ausdrücklich den politischen Vorstoss für liberalere Ladenöffnungszeiten im Kanton. Sie sollen dort gelten, wo der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist. Dies würde den Wirtschaftsstandort Zürich attraktiver machen, so die ZHK.

Die ZHK begrüsst die Initiative dreier Kantonsräte von GLP, FDP und SVP „ausdrücklich“, die für liberale Ladenöffnungszeiten in Zürcher Tourismusgebieten plädieren. Sie fordern, dass auch Geschäfte in touristisch frequentierten Lagen an öffentlichen Ruhetagen vom Ladenschluss ausgenommen werden. Die Kammer hoffe, dass der Kantonsrat diesen „notwendigen Gesetzesanpassungen" folgt. Eine entsprechende Medienmitteilung hat die ZHK am Mittwoch veröffentlicht. 

Ausser längeren Öffnungszeiten fordern die drei Politiker, dass neu definiert werden soll, was als Tourismusgebiet gilt. Neben Kur-, Sport-, Ausflugs- und Erholungsgebieten sollten demnach auch Gebiete als solche ausgewiesen werden, „die historisch oder kunstgeschichtlich bedeutsam oder durch ihre natürliche Lage, ihre Einkaufsmöglichkeiten oder ihr Freizeitangebot attraktiv sind, und in denen der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist“.

Zur Begründung führt die ZHK an, dass der Zürcher Tourismus die grösste Tourismusregion der Schweiz darstelle und sich derzeit in einer „sehr schwierigen Situation“ befinde. Mit längeren Ladenöffnungszeiten, insbesondere auch sonntags, werde der Kanton für in- und ausländischen Tourismus attraktiver. Zudem würden zu Randzeiten Arbeitsplätze geschaffen. Und schliesslich könnten auf diese Weise bestehende Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Kantonen abgebaut werden. mm

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