Zentrum für Querschnittgelähmte SPZ wird 30 Jahre alt

02. September 2020 09:51

Nottwil LU - Die Gründung des Schweizer Paraplegiker-Zentrums jährt sich am 6. September zum 30. Mal. Weil das Jubiläumsfest in diesem Jahr ausfallen muss, beteiligen sich Mitarbeitende – Fussgänger wie Rollstuhlfahrer – an der weltweiten Jerusalema Dance Challenge. Damit danken sie der Bevölkerung für ihre Unterstützung.

Vor 30 Jahren, am 6. September 1990, wurde in Nottwil das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) gegründet. Seither hat sich die Zahl der Betten auf 206 verdoppelt. Aus anfänglich 240 Mitarbeitenden sind mittlerweile gut 1300 geworden. Die laut einer Medienmitteilung „weltweit einzigartige“ Behandlung von Querschnittgelähmten umfasst an einem Ort sämtliche Betreuungsstadien. 

„Patientinnen und Patienten werden nach der Aufnahme im SPZ nicht nur von Wirbelsäulenspezialisten operiert und während der Reha über mehrere Monate von Pflegenden und Therapeuten betreut“, erklärt SPZ-Direktor Hans Peter Gmünder. Die Betroffenen würden auch intensiv auf die Rückkehr in den Alltag vorbereitet. „Sie erhalten Beratungen zum Wohnungsumbau, können verschiedene Sportarten im Rollstuhl testen, gehen zur Schule oder werden von Job-Coaches beraten und auch nach der Zeit im SPZ begleitet.“

Auch anlässlich seines Jubiläums plante das SPZ ein ähnlich grosses Fest wie zu dessen Eröffnung vor 30 Jahren, als über mehrere Tage rund 100'000 Menschen das neugebaute Zentrum besuchten. Wegen der Corona-Situation musste es auf den Juni 2021 verschoben werden. „Trotzdem wollen wir der Bevölkerung schon heute für die fantastische Unterstützung in den letzten 30 Jahren danken“, sagt SPZ-Personalchef Marcel Unterasinger.

Deshalb studierten Mitarbeitende der ganzen Gruppe, darunter viele Pflegekräfte, vor dem SPZ eine eigene Choreografie zur weltweit viral gehenden Jerusalema Dance Challenge ein. Daraus entstand ein Video zur Musik des von Gospel beeinflussten südafrikanischen House-Songs „Jerusalema". Damit wollen die Mitarbeitenden für Anliegen von Querschnittgelähmten sensibilieren. Es gebe, so Unterasinger, nicht „Menschen mit oder ohne Behinderung, sondern einfach nur Menschen“. mm

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