WWF gibt Kantonen schlechte Noten

13. August 2019 14:14

Zürich - Der WWF stellt den Kantonen im Bereich Gebäude-Klimapolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Kein einziger Kanton erhält das Prädikat verantwortungsvoll, obwohl die Kantone für den Klimaschutz im Gebäudebereich zuständig sind. Als bester Kanton erhält Basel-Stadt das Prädikat engagiert.

Die seit Monaten auf die Strasse getragenen Appelle für mehr Klimaschutz scheinen an den Kantonen „spurlos vorbeizugehen“, schreibt der WWF in einer Mitteilung zu seinem aktuellen Rating der Kantone im Bereich Gebäude-Klimapolitik. Dort erreiche keiner der Kantone das Prädikat verantwortungsvoll, heisst es dort weiter.

Mit Basel-Stadt bekommt zudem nur ein einziger Kanton das zweitbeste Prädikat engagiert verliehen. Der Kanton verfüge „über innovative Vorgaben für erneuerbare Energien beim Heizungswechsel“, schreibt der WWF. Am Wallis lobt die Umweltschutzorganisation das vorbildliche Förderprogramm des Kantons. Und für den Kanton Freiburg streicht der WWF dessen aktive Unterstützung bei der regionalen Energieplanung heraus. Derart „griffige Massnahmen“ werden den anderen Kantonen zur Nachahmung empfohlen.

In den Kantonen Aargau, Nidwalden, Zug und Schwyz sei „wirksame Gebäude-Klimapolitik“ dagegen „bislang ,blockiert‘“, schreibt der WWF. Er weist darauf hin, dass die meisten Kantone derzeit „ihre Gebäude-Gesetze enkeltauglich“ gestalten könnten. Dazu sollten sie „die gemeinsam beschlossenen Mustervorschriften (MuKEn)“ übernehmen. Allerdings reiche deren Umsetzung nicht für die Einhaltung der Ziele des Klimaabkommens aus. Hier sieht der WWF den Bund in der Verantwortung. Konkret soll der Ständerat, „in der CO2-Gesetzesrevision griffige Regeln über Emissionsgrenzwerte verankern“. hs

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