WSL untersucht Struktur von Weinbergen

11. November 2019 09:53

Birmensdorf ZH - Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat Strukturunterschiede bei Weinbergen südlich der Alpen untersucht. Damit steht nun eine Basis für die künftige Raumplanung zur Verfügung.

Die WSL hat ihre Analyse der Strukturen von Weinbergen südlich der Alpen gemeinsam mit der Weinbau-Vereinigung Federviti durchgeführt, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Hintergrund der Untersuchung ist die Tatsache, dass sich die Weinberge südlich der Alpen im Hinblick auf ihren landwirtschaftlichen und ökologischen Beitrag sowie hinsichtlich der Produktionskosten deutlich voneinander unterscheiden. Die neue Studie hatte nun das Ziel, „die strukturelle und betriebswirtschaftliche Komplexität von Weinbergen im Detail zu beschrieben“.

Dazu sind die Weinberge in dem Forschungsgebiet im Tessin und im Misox in fünf Kategorien unterteilt worden. Dabei wurden vorliegende kartographische Informationen genutzt und drei Kriterien definiert: Landschaftskontext und -ränder, Zugangsbedingungen und Bewirtschaftungsbedingungen. Durch die entsprechende Kategorie wird das Ausmass der Komplexität des Weinbaus im entsprechenden Weingut verdeutlicht. In dem Forschungsgebiet fallen 30 Prozent der Weingüter in die Kategorie schwieriger Weinbau, 13,8 Prozent in die Kategorie anspruchsvoller Weinbau und 5,7 Prozent in die Kategorie heroischer Weinbau. Bei den beiden anderen Kategorien handelt es sich um erleichterter Weinbau und leichter Weinbau.

Durch die Studie besteht nun eine Basis für die Raumplanung rund um die Weinberge der Südschweiz. Zudem werden dadurch weitere Forschungen erleichtert. Zu den möglichen Themen dazu fällt laut WSL beispielsweise die „Anpassungsfähigkeit aktueller Strukturen an den Klimawandel“. jh

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