Wirtschaftsverbände werben für Kreislaufwirtschaft

29. Juli 2019 14:33

Zürich - Economiesuisse und Swissmem begrüssen die Fortschritte hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft in der Schweiz. Beide Wirtschaftsverbände sehen gleichzeitig auch noch Steigerungspotenzial. Um dieses zu erschliessen, brauche es ein innovatives Umfeld.

Aufgrund ihres hohen Wohlstandsniveaus habe die Schweiz einen überdurchschnittlichen Ressourcenverbrauch, schreibt Economiesuisse in einem Artikel im Namen von sich und Swissmem. Allerdings sehen Economiesuisse und Swissmem die Schweiz bereits auf gutem Weg, um ihren Ressourcenverbauch zu reduzieren. So gehöre sie bei der Ressourcenproduktivität, die den ökonomischen Output pro Einheit verarbeitetem Material misst, zu den Spitzenreiterinnen.

Auch die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) habe Interesse daran, Materialkreisläufe zu schliessen und nachhaltige Produkte zu entwickeln. Weil die Schweiz eine Technologielieferantin sei, könnte es auch möglich werden, Einsparungen, Effizienzfortschritte oder höhere Produktionsstandards auch bei Schwesterwerken in Drittländern Realität werden zu lassen, so die Economiesuisse. Der Kabel- und Elektrotechnikspezialist Huber + Suhner habe etwa bereits in China ein Werk nach Schweizer Standard erstellt, welches die Ansprüche bezüglich Nachhaltigkeit erfüllt.

Nicht nur einzelne Unternehmen engagieren sich laut den beiden Wirtschaftsverbänden für mehr Nachhaltigkeit in der Schweiz. In den vergangenen Jahren seien auch zahlreiche Initiativen und Vereine gestartet und gegründet worden. Hervorgehoben werden etwa der Verein Go, die „Bewegung für eine Kreislaufwirtschaft“, die Veranstaltungsreihe Fokuskreislaufwirtschaft der Verbände Öbu und swisscleantech oder der Circular Economy Incubator des Impact Hub Switzerland.

Die Wirtschaftsverbände begrüssen die Fortschritte hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Dennoch liege „beim schonenden und kreislauforientierten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und Rohstoffen noch ein grosses Potenzial brach“, so der Artikel. Um dieses zu erschliessen und den Wandel der Geschäftsmodelle in diese Richtung zu ermöglichen, sei ein innovationsfreundliches Umfeld unerlässlich. ssp

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