Wirtschaftsverbände lehnen Zersiedelungsinitiative ab

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen am 10. Februar über die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen ab. Diese sieht namentlich vor, dass neue Bauzonen nur dann eingezont werden dürfen, wenn anderswo unversiegeltes Land gleicher Grösse und gleichen Werts wieder aus der Bauzone ausgezont wird. Aus der Sicht der Limmattaler Wirtschaftsverbände steht die Initiative im Konflikt mit den raumplanerischen Massnahmen, welche die Kantone auf der Grundlage des revidierten Raumplanungsgesetzes von 2014 erlassen haben. Sie sei „viel zu starr, entwicklungshemmend und kontraproduktiv“, schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie verknappe den Boden und verteure den Wohnraum, bevormunde aber auch Gemeinden und Kantone. Gerade Kantone wie der Aargau und Zürich, die bisher haushälterisch mit ihrem Boden umgegangen seien, würden mit der Initiative bestraft.

Die Mitteilung wurde gemeinsam vom Gewerbeverband Limmattal, dem Industrieverein Spreitenbach, der Wirtschaftskammer Schlieren und dem Industrie- und Handelsverein Dietikon veröffentlicht. stk