Wirtschaftsdelikte verursachen weniger Schäden

Im Jahr 2018 sind weniger Wirtschaftsdelikte vom Management der betroffenen Unternehmen ausgegangen. Bild: rawpixel/Unsplash

Im Jahr 2018 verursachten Wirtschaftsdelikte in der Schweiz einen Gesamtschaden von rund 166 Millionen Franken. Dies geht aus dem KPMG Forensic Fraud Barometer hervor. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Gesamtschaden damit um rund 61 Prozent reduziert. Allerdings lasse der Rückgang keinen verbindlichen Rückschluss auf eine generelle Abnahme von Wirtschaftskriminalität in der Schweiz zu, so KPMG. Die Statistik des Beratungsunternehmens erfasst nämlich nur öffentlich verhandelte und in den Medien publizierte Gerichtsfälle. Und der Grossteil der Straftaten wird laut der Erfahrung von KMPG zufolge gar nicht erst zur Anzeige gebracht.

Insgesamt sind 2018 weniger Delikte vom Management der betroffenen Unternehmen ausgegangen. Die meisten Delikte wurden neu von gewerbsmässigen Betrügern begangen. Allerdings waren das Management sowie Angestellte von Unternehmen hinsichtlich des Schadenvolumens immer noch die grösste Tätergruppe. Sie waren 2018 für Schäden in der Höhe von 82 Millionen Franken verantwortlich.

Vor Schweizer Gerichten wurden 2018 insgesamt 50 Fälle mit einer Mindestdeliktsumme von 50.000 Franken behandelt – die meisten davon in in der Region Zürich und in der Nordostschweiz. Im Jahr 2017 belief sich die Anzahl dieser Fälle noch auch 59. ssp