Wirtschaft will Kodex für Umgang mit Daten erarbeiten

„Daten sind der eigentliche Innovationstreiber für digitale Geschäftsmodelle“, meint Ivette Djonova in einem Beitrag bei economiesuisse. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Wettbewerb & Regulatorisches beim Wirtschaftsverband spricht sich darin gegen eine „innovationshemmende, starre und einschneidende Regulierung“ der Datenverarbeitung aus. Die bestehende Rechtsordnung sei ausreichend und könne zudem „mit den dynamischen Entwicklungen gar nicht mithalten“, argumentiert Djonova. 

Nach Ansicht des Wirtschaftsverbands sollte der Schweizer Umgang mit Daten über „eine Mischung aus „der Ermöglichung von freiheitlichem Innovationsgeist und einem Dialog zwischen Wirtschaft und Gesellschaft“ geregelt werden. Dabei dürfe weder „das Vertrauen des Einzelnen“ noch „die Innovationskraft des Standorts“ geschädigt werden. 

Die Wirtschaft werde hierbei „ihren Teil der Verantwortung übernehmen“, schreibt Djonova. Über die Sommermonate dieses Jahres soll dazu ein „Kodex mit Best Practices“ erarbeitet werden. Die Gleichwertigkeit des Schweizer Datenschutzes mit den europäischen Vorgaben aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU könne erhalten werden, „ohne dass dafür nicht zwingend notwendige bürokratische Instrumente der DSGVO übernommen werden“. hs