Wirtschaft wächst dynamisch

01. Oktober 2020 13:48

Zürich - Der von Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im September weiter innerhalb der Wachstumszone gestiegen. Auch sein Pendant im Dienstleistungssektor legte im Wachstumsbereich weiter zu. Der Personalabbau in beiden Sektoren hat sich verlangsamt.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im September mit 53,1 Zählern um 1,2 Punkte über dem Wert vom August. Damit liege der Zähler erneut innerhalb der Wachstumszone und habe zudem seinen höchsten Stand seit Februar 2019 erreicht, schreiben die Analysten. Sie machen im Monatsvergleich einen Anstieg bei sechs der acht Subkomponenten des Index aus.

Dabei sei in der Subkomponente Produktion bereits zum dritten Monat in Folge ein Anstieg beobachtet worden, schreiben die Analysten im PMI. Auch die Subkomponente Auftragsbestand hatte gegenüber August zugelegt. Beide Subkomponenten liegen oberhalb der Wachstumsschwelle und deuten auf weitere Produktionssteigerungen in den kommenden Monaten hin. Der Rückgang der Subkomponente Lagerbestand an Fertigprodukten ist den Analysten zufolge zudem ein Zeichen dafür, „dass die Nachfrage stärker gewesen ist als angenommen“.

Der PMI im Dienstleistungssektor legte im September gegenüber dem Vormonat um 3,4 Punkte auf den Stand von 55,1 Zählern zu. Damit habe der Index den höchsten Stand dieses Jahres erreicht, schreiben die Analysten. Sie haben in der Entwicklung der meisten Subkomponenten zudem „ein erfreuliches Bild“ beobachtet.

Die Arbeitsmarktlage in beiden Sektoren bleibe hingegen angespannt, wird im PMI weiter erläutert. Allerdings haben die Analysten einen Rückgang der Dynamik des Personalabbaus registriert. Der Anteil der in Kurzarbeit Beschäftigten blieb im September gegenüber der letzten Erhebung im Juli mit 16 Prozent unverändert. Im Dienstleistungssektor hingegen hat sich der Anteil der Kurzarbeitenden an der Gesamtbelegschaft im September mit 9 Prozent gegenüber dem Juli halbiert. hs

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