Wirtschaft rechnet mit Stabilisierung

19. August 2020 11:41

Vaduz - Zum Ende des ersten Halbjahrs 2020 beurteilt fast die Hälfte der Unternehmen die allgemeine Wirtschaftslage weiterhin als schlecht. Nur der Baubranche geht es mehrheitlich gut. Für das laufende Quartal wird jedoch allgemein mit einer Stabilisierung der Lage gerechnet.

Für die aktuelle Ausgabe der vierteljährlich durchgeführten Konjunkturumfrage hat das Amt für Statistik (AS) die Antworten von 74 Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor ausgewertet, informiert das AS in der Publikation zur Umfrage. Beschäftigungsmässig repräsentieren die befragten Unternehmen 70 Prozent des Industriesektors, beziehungsweise 25 Prozent des Dienstleistungssektors.

Den Ergebnissen zufolge schätzen 49 Prozent der Unternehmen insgesamt die allgemeine Wirtschaftslage im zweiten Jahresquartal weiterhin als schlecht ein, weitere 40  Prozent bezeichneten sie als befriedigend. „Gleichzeitig erfreuen sich immerhin 11 Prozent über eine gute allgemeine Lage“, schreiben die Analysten.  
In Industrie und warenproduzierendem Gewerbe wurde die allgemeine Wirtschaftslage im Berichtsquartal von 51 Prozent der befragten Unternehmen als schlecht bezeichnet. Nach einzelnen Bereichen betrachtet ist die Stimmung in der Nichtmetallindustrie am tiefsten. Hier wurde die Lage von 77 Prozent der Befragten als schlecht und weiteren 22 Prozent als befriedigend bezeichnet. Die entsprechenden Werte im Dienstleistungsgewerbe betrugen 47 Prozent beziehungsweise 41 Prozent. Im Baugewerbe dagegen beurteilten rund 53 Prozent die allgemeine Lage zur Jahresmitte als gut und weitere 40 Prozent als befriedigend.

Für das laufende Quartal rechnen die befragten Unternehmen mehrheitlich mit einer stabilen Entwicklung der Wirtschaftslage. „Trotz des mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Nachfragerückgangs gehen die befragten Unternehmen derzeit nicht von einem Abbau des Personalbestands aus“, erläutern die Analysten. In der Industrie rechneten die Unternehmen mit einer Verbesserung der Maschinen- und Anlagenauslastung, die Metallindustrie plane zudem, neue Stellen zu schaffen. Auch für das Baugewerbe gehen die Analysten von einem tendenziellen Ausbau des Personalbestands in den kommen Monaten aus. hs

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