Wirtschaft reagiert unterschiedlich auf Corona-Politik

12. August 2021 14:07

Bern - Der Bundesrat hat am Mittwoch den Start in die Normalisierungsphase nach der Corona-Krise angekündigt. Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse begrüsst das Vorgehen. Für andere Verbände – etwa den Gewerbeverband – gehen die Beschlüsse nicht weit genug.

Der Bundesrat geht davon aus, dass alle impfwilligen Personen in der Schweiz geimpft sind. Er hat daher am Mittwoch beschlossen, die Rückkehr zur Normalität in Bezug auf die Corona-Pandemie einzuleiten. Aufgrund der „unsicheren epidemiologischen Lage“ und weil eine „Überbelastung der Spitalstrukturen nicht ausgeschlossen werden kann“, sollen aber die geltenden Massnahmen vorerst aufrechterhalten werden. Diese sollen allerdings in erster Linie dem Schutz der Spitalstrukturen und nicht mehr der nicht geimpften Bevölkerung dienen. Unter anderem sollen ungeimpfte Personen selbst für Tests zahlen müssen.

Bei den Wirtschaftsverbänden löst die Corona-Politik des Bundes unterschiedliche Reaktionen aus. Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse begrüsst das Vorgehen in einer Mitteilung. Es gelte nun, die Situation laufend zu prüfen und wenn möglich, weitere Lockerungsschritte einzuleiten. Ähnlicher Ansicht ist der Schweizerische Arbeitgeberverband.

Für den Schweizerischen Gewerbeverband geht der Entscheid des Bundes nicht weit genug. Er ist der Ansicht, dass die vom Volk angenommene Logik des gezielten Schutzes bereits ab dem 1. September eine Rückkehr in die normale Lage möglich machen würde. Gastrosuisse formuliert in seiner Medienmitteilung etwas zurückhaltender, hofft aber ebenfalls auf rasche Lockerungen. „Allzu lange abwarten darf der Bundesrat nicht mehr“, betont der Verband. ssp

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