Wirtschaft muss sich neue Normalität erarbeiten

04. Mai 2020 13:38

Winterthur - Die Corona-Krise werde das Leben verändern, schreibt Thomas Anwander in einem Meinungsbeitrag. Die Digitalisierung würde an Bedeutung gewinnen, alte Geschäftsmodelle dürften verschwinden, so der Präsident der Handelskammer Winterthur und Rieter-Generalsekretär. 

Die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie werden gelockert, aber das Leben danach wird anders sein, schreibt Thomas Anwander. „Unternehmen und die Gesellschaft müssen sich nun mit Schutzkonzepten ihren Weg in eine neue Normalität erarbeiten“, so der Präsident der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) und Generalsekretär von Rieter in einem HAW-Blogbeitrag. Die Digitalisierung werde an Bedeutung gewinnen. Die Globalisierung werde nicht zu Ende sein, aber sich ändern. „Die Formen der globalen Zusammenarbeit werden neu definiert und die Zusammenarbeit innerhalb von Regionen gewinnt eine neue Bedeutung.“

Gewisse Geschäftsmodelle würden verschwinden. „Die Unternehmen und der Staat sollen den Wandel abfedern, aber nicht verhindern“, so Anwander. „Ressourcen müssen in Zukunftsprojekte fliessen.“

Die Krise habe auch gezeigt, dass es gesunde Staatsfinanzen und finanzielle Reserven in den Unternehmen brauche. Auch das Risikomanagement dürfte an Bedeutung gewinnen. Der Bundesrat habe in der ersten Phase der Krise kluge Entscheide gefällt, lobt Anwander. Aber eine Wirtschaft brauche auch Produzenten und Konsumenten. stk

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