Wirtschaft fürchtet Cyberangriffe

02. Oktober 2019 13:35

Zürich - In der aktuellen Umfrage des Weltwirtschaftsforums und von Zurich bilden Cyberangriffe das grösste Risiko für Schweizer Unternehmen. Zum ersten Mal werden auch zwischenstaatliche Konflikte als eines der wichtigsten Risiken genannt.

Bereits 2018 hatten Cyberangriffe die Liste der wichtigsten Risiken für Schweizer Unternehmen angeführt, erläutert Zurich in einer Mitteilung zur aktuellen Umfrage des Weltwirtschaftsforums, an der die Schweizer Versicherungsgesellschaft als strategischer Partner beteiligt ist. „Nach breit angelegten Attacken wie WannaCry haben viele KMU-Verantwortliche verstanden, dass es keine Firma gibt, die zu klein ist, um angegriffen zu werden“, erläutert Jörg Bertogg, Leiter Firmenkunden bei Zurich Schweiz, in der Mitteilung. Er empfiehlt den Unternehmen, „die IT-Struktur und Firewall stets auf dem neusten Stand zu halten, häufig Back-Ups zu erstellen, die Mitarbeitenden zu schulen und die IT-Systeme regelmässig in Form von Cyber-Assessments von Sicherheitsspezialisten prüfen zu lassen“.

Politische Spannungen folgen auf dem zweiten Platz und seien damit erstmals in die Gruppe der wichtigsten Risiken gelangt, schreibt Zurich. In der stark globalisierten Schweizer Wirtschaft könnten Spannungen zwischen Staaten „dazu führen, dass die Zuliefererketten von Unternehmungen unterbrochen werden und so die Firmen die Produktion drosseln oder gar einstellen müssen“, meint Bertogg. Unternehmen sollten sich dagegen schützen, indem sie Zulieferer und Herkunftsorte von Rohstoffen und Vorprodukten diversifizierten. Dies könne sich auch im Fall von Naturkatastrophen als nützlich erweisen. hs

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