Wirtschaft fordert sanfte Massnahmen gegen hohe Strompreise

28. November 2022 15:27

Zürich - Schweizer Wirtschaftsverbände und Stromproduzenten schlagen drei Hebel für den Umgang mit den hohen Strompreisen vor. So sollen Unternehmen widerstandsfähiger gemacht und Gebühren zeitweise gesenkt werden. Marktwirtschaftliche Instrumente sollen den Strompreis glätten.

Die hohen Strompreise belasten viele Schweizer Unternehmen. Eine Reihe von Wirtschaftsverbänden und Stromproduzenten lehnt aber marktverzerrende staatliche Subventionen ab, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Die Massnahmen sollten den strapazierten Staatshaushalt schonen und international abgestimmt sein.

Die Verbände und Unternehmen schlagen deshalb in ihrem „Fahrplan der Wirtschaft“ drei Gruppen von Massnahmen vor. Zum einen sollen die betroffenen Unternehmen widerstandsfähiger gemacht werden. Dazu gehörten bewährte und „minimalinvasive“ Massnahmen wie Kurzarbeit und allenfalls Liquiditätshilfen für die Unternehmen. Zum anderen sollten die Gebühren auf den Strompreis und der Netzzuschlag zeitweise gesenkt werden. Schliesslich sollten Anbieter und Verbraucher den Strompreis mit marktbasierten Langfristprodukten glätten. Endkunden sollten einen erleichterten Zugang zu Absicherungsmöglichkeiten erhalten.

Der Fahrplan der Wirtschaft wurde vom Wirtschaftsdachverband economiesuisse zusammen mit den Branchenverbänden cemsuisse, GGS, fial, Handel Schweiz, IGEB, Swiss Textiles, scienceindustries und Swissmem sowie den Stromproduzenten Alpiq, Axpo und BKW erarbeitet. Auch aus der Sicht der Zürcher Handelskammer gehen diese Forderungen in die richtige Richtung. Es sei wichtig, dass auf marktwirtschaftliche Instrumente gesetzt wird und nicht auf und fehlgeleitete Subventionen und Staatseingriffe, teilt sie mit. stk

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