Wirtschaft fordert Einhaltung der Schutzkonzepte

23. Oktober 2020 12:16

Bern - Die strikte Einhaltung der Schutzkonzepte soll einen zweiten Lockdown verhindern. Darauf haben sich Vertreter der Wirtschaft, der Sozialpartner und der Kantone an einem Runden Tisch geeinigt. Sie fordern, weitere Massnahmen nur im Falle einer unbedingten Notwendigkeit einzuführen.

Aufgrund der steigenden Fallzahlen hatte Bundesrat Guy Parmelin am 22. Oktober Vertreter von Wirtschaft, Sozialpartnern und Kantonen an einen Runden Tisch geladen, informiert das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einer Mitteilung. In der als Telefonkonferenz organisierten Runde hatten die Gesprächspartner die Lage analysiert und die im Interesse der Wirtschaft einzuschlagenden Schritte diskutiert.

Dabei seien sich die Teilnehmer einig darüber gewesen, dass ein zweiter Lockdown auf jeden Fall zu verhindern sei. Stattdessen müssten die Schutzkonzepte „strikt eingehalten werden“, heisst es in der Mitteilung. Zudem war auf die rasche Einführung von Schnelltests gedrungen worden. Weitere Massnahmen sollten jedoch nur dann ergriffen werden, „wenn es wirklich nötig ist“.

Das WBF nehme „die Forderungen des runden Tisches zur Kenntnis“, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch das WBF ist daran interessiert, einen weiteren landesweiten Lockdown zu vermeiden. Für das Departement stehen der Schutz von Bevölkerung und Wirtschaft dabei nicht im Gegensatz: „Die Kosten für die Wirtschaft sind dann am tiefsten, wenn die Ausbreitung des Virus so rasch wie möglich eingedämmt wird“, argumentiert das WBF. Einschneidendere und teurere Massnahmen könnten nur vermieden werden, wenn Bund, Kantone und die Wirtschaft bei der Einhaltung der Schutzkonzepte zusammenarbeiteten. hs

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki