Wirtschaft erfreut über Ja zu Abkommen mit Indonesien

08. März 2021 11:31

Zürich - Die grossen Wirtschaftsverbände begrüssen die Zustimmung des Stimmvolkes zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. Das sei ein wichtiges Signal für offene Märkte, mit dem auch Arbeitsplätze in der Schweiz unterstützt würden. 

Die Schweiz kann sich am Freihandelsabkommen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) mit Indonesien beteiligen. Das Stimmvolk hat dem Abkommen am Sonntag mit 51,65 Prozent zugestimmt; 15,5 Kantone sprachen sich für das Abkommen aus. Nur die Westschweizer Kantone – ohne das Wallis – und Basel-Stadt lehnten es ab.

Die grossen Wirtschaftsverbände begrüssen den Ausgang der Abstimmung. „Mit dem Abkommen sichern wir uns einen zentralen Wettbewerbsvorteil. Davon profitieren kleine wie grosse Unternehmen“, wird Christoph Mäder, Präsident von economiesuisse, in einer Mitteilung des Dachverbandes zitiert. Das Abkommen sei auch ein Meilenstein bezüglich mehr Nachhaltigkeit. Es verbinde erstmals Zollerleichterungen für ein Importprodukt direkt mit verbindlichen Nachhaltigkeitsbestimmungen.

Auch scienceindustries verweist auf die Nachhaltigkeit. „Mit den zukunftsweisenden Nachhaltigkeitskapiteln beim Umweltschutz und der sozialen Entwicklung setzt die Schweiz einen weitreichenden Standard, wird Matthias Leuenberger, Präsident des Verbandes der Chemie- und Pharmabranche, in einer Mitteilung zitiert. Das Abkommen sei ein wichtiges Bekenntnis für offene Märkte.

Swissmem betont die Wirkung für den Werkplatz Schweiz. „Ein breites Netz an Freihandelsabkommen ermöglicht es den Schweizer Unternehmen, ihre Kunden weltweit aus der Schweiz heraus zu bedienen“, wird dessen Präsident Martin Hirzel in einer Mitteilung des Verbandes der Maschinenindustrie zitiert. „So sichern wir hier Arbeitsplätze.“

Alliance Sud dagegen, das dem Abkommen kritisch gegenübersteht, verweist auf den knappen Ausgang der Abstimmung. Es brauche nun mehr Transparenz in der Aussenwirtschaftspolitik, schreibt die Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke in einer Mitteilung. Sie will nun schauen, ob auch die angestrebten Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur und mit Malaysia verbindliche Nachhaltigkeitskapitel enthalten würden. stk

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