Wirtschaft erfreut über Ja zu Abkommen mit Indonesien

08. März 2021 14:49

Zürich - Die grossen Wirtschaftsverbände begrüssen die Zustimmung des Stimmvolkes zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. Das sei ein wichtiges Signal für offene Märkte, mit dem auch Arbeitsplätze in der Schweiz unterstützt würden.

Die Schweiz kann sich an dem Freihandelsabkommen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) mit Indonesien beteiligen. Das Stimmvolk hat dem Bundesbeschluss über die Genehmigung des Umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien mit 51,65 Prozent zugestimmt. Dagegen sprachen sich nur Basel-Stadt und die Westschweizer Kantone ohne das Wallis aus.

Die grossen Wirtschaftsverbände reagieren erleichtert. „Mit dem Abkommen sichern wir uns einen zentralen Wettbewerbsvorteil“, wird Christoph Mäder, Präsident von economiesuisse, in einer Mitteilung des Dachverbandes zitiert. „Davon profitieren kleine wie grosse Unternehmen.“ Das Abkommen sei auch ein Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit. Erstmals überhaupt sei es der Schweiz gelungen, Zollerleichterungen für ein Importprodukt direkt mit verbindlichen Nachhaltigkeitsbestimmungen zu verknüpfen.

Matthias Leuenberger von scienceindustries sieht es ähnlich. „Mit den zukunftsweisenden Nachhaltigkeitskapiteln beim Umweltschutz und der sozialen Entwicklung setzt die Schweiz einen weitreichenden Standard“, wird der Präsident des Wirtschaftsverbandes Chemie Pharma Life Sciences in einer Mitteilung zitiert. 

Swissmem-Präsident Martin Hirzel sieht den Werkplatz Schweiz gestärkt. „Ein breites Netz an Freihandelsabkommen ermöglicht es den Schweizer Unternehmen, ihre Kunden weltweit aus der Schweiz heraus zu bedienen“, wird er in einer Mitteilung des Verbandes der Maschinenindustrie zitiert. „So sichern wir hier Arbeitsplätze.“

Alliance Sud dagegen, die sich gegen das Abkommen eingesetzt hat, verweist auf den knappen Ausgang. Immer mehr Menschen ständen Handelsabkommen kritisch gegenüber, welche die Umwelt und die Menschenrechte zu wenig berücksichtigten. Namentlich die Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur und mit Malaysia würden zeigen, ob verbindliche Nachhaltigkeitskapitel eingebaut werden könnten, heisst es in einer Mitteilung. stk

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