Wirbelstürme schmälern Gewinne von Zurich

08. Februar 2018 13:02

Zürich - Die Schaden- und Unfallsparte von Zurich musste 2017 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Er war den Wirbelstürmen Harvey, Irma und Maria geschuldet. Die Gewinne im Bereich Lebensversicherung legten dagegen zu.

Einer Mitteilung von Zurich zufolge hat der Zürcher Versicherungskonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Betriebsgewinn von 3,80 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 15 Prozent. Dabei schlugen die Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria mit Kosten von 700 Millionen Dollar zu Buche. Hinzu kamen Kosten durch Restrukturierungsmassnahmen bei Zurich sowie eine geringere Entlastung von der Kapitalertragsteuer in Grossbritannien. 

Gleichzeitig hat Zurich per Ende Geschäftsjahr 2017 kumulative Kosteneinsparungen von 700 Millionen Dollar realisiert. Bis Ende 2019 will der Konzern seine Kosten um insgesamt 1,5 Milliarden Dollar verringert haben. Um Verwässerung zu vermeiden, sollen zudem Aktien im Wert von rund 1 Milliarde Dollar zurückgekauft werden. 

„In einem Jahr mit Wetterereignissen von historischem Ausmass haben unser Fokus und unsere Disziplin eine starke Leistung ermöglicht“, wird Gruppen-CEO Mario Greco in der Mitteilung zitiert. „Wir haben das Underwriting verbessert, die Kosten gesenkt und unser Dienstleistungsangebot erweitert, während wir gleichzeitig die Prämien gesteigert und die Kundenbindung verbessert haben.“

Innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche wurde 2017 in der Schaden- und Unfallversicherung ein Betriebsgewinn von 1,55 Milliarden Dollar realisiert. Im Vorjahr waren die Gewinne dieser Sparte um 37 Prozent höher ausgefallen. Im Bereich Lebensversicherung konnten die Gewinne dagegen um 11 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Farmers verzeichnete einen Betriebsgewinn von 1,69 Milliarden Dollar, 2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. hs

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