Winterthur will Wärmeverbünde subventionieren

28. Mai 2019 14:28

Winterthur - Der Stadtrat von Winterthur will das Betreiben von Quartierwärmeverbünden finanziell unterstützen. Diese Verbünde trügen dazu bei, die klima- und umweltpolitischen Ziele der Stadt zu erreichen. Sie können jedoch noch nicht immer wirtschaftlich betrieben werden.

Quartierwärmeverbünde sind wichtige Massnahmen, um die energie- und klimapolitischen Ziele der Stadt Winterthur zu erreichen. Allerdings sind sie nicht immer wirtschaftlich. Laut einer Medienmitteilung hat der Stadtrat nun beschlossen, Massnahmen zur Finanzierung solcher Verbünde zu ergreifen. Noch 2016 zog der Stadtrat das Projekt des Wärmeverbundes Aquifer Neuwiesen zurück. Nach sorgfältiger Prüfung hatte sich ergeben, dass Aquifer wegen tiefer Heizölpreise nicht rentabel zu betreiben und die Wärmepreise nicht konkurrenzfähig seien. Das kantonale Haushaltsrecht sieht überdies eine nur kurze Frist von fünf Jahren vor, um ein defizitäres Projekt oder Geschäftsvorhaben in die schwarzen Zahlen zu bringen.

Alternativ hat der Stadtrat fünf Finanzierungsmöglichkeiten geprüft. Zum einen sollen Mittel des Förderprogramms Energie Winterthur eingesetzt werden. Eine direkte Finanzierung aus Steuermitteln wird ebenso angedacht, wie eine zweckgebundene Verwendung der Gewinne der Stadtwerke Winterthur. Eine weitere Massnahme ist die Eingliederung der Quartierwärmeverbünde in den Eigenwirtschaftsbetrieb Fernwärme mit Schaffung eines Einheitstarifs über alle Wärmenetze. Schliesslich soll die Finanzierung über Fördergelder des Bundes für CO2-Kompensationsprojekte erfolgen.

Obzwar alle fünf Varianten eine Belastung der Steuer- und Gebührenzahler bedeuten, hält der Stadtrat nach Prüfung aller Vor- und Nachteile die direkte Unterstützung aus dem Haushalt für die geeignete, weil sie am einfachsten umzusetzen ist. eb

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