WHO fordert mehr Forschung zu Mikroplastik

22. August 2019 15:30

Genf - Grössere Mikroplastikteilchen werden nicht vom menschlichen Körper absorbiert, kleinere Teilchen nur begrenzt, zeigt eine Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Organisation fordert aber weitere Forschungen über den Einfluss von Mikroplastik auf die Gesundheit.

Mikroplastik im Trinkwasser schadet dem menschlichen Körper nach heutigem Kenntnisstand kaum. Das zeigt eine Analyse der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Teilchen mit einer Grösse von 150 Mikrometern würden vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen, kleinere Teilchen nur in einem begrenzten Mass. Dagegen gebe es noch zu wenig wissenschaftliche Daten über die Aufnahme von sehr kleinen Mikroplastikteilchen durch den Körper, heisst es in einer Mitteilung der WHO. 

Die Organisation mit Sitz in Genf fordert daher weitere Forschungen zur Wirkung von Mikroplastik auf die Gesundheit. „Wir müssen dringend mehr wissen über die Wirkung der Mikroplastik auf die Gesundheit, weil diese Teilchen überall sind – auch in unserem Trinkwasser“, wird Maria Neira in der Mitteilung zitiert, die Direktorin der WHO-Abteilung für öffentliches Gesundheitswesen, Umwelt und die sozialen Faktoren der Gesundheit.

Die WHO empfiehlt Anbietern von Trinkwasser und Behörden, sich auf die Säuberung des Trinkwassers von mikrobiologischen Pathogenen und Chemikalien zu konzentrieren. Das gelte namentlich für Verursacher von Durchfallerkrankungen. Der gute Nebeneffekt laut der WHO: Die Methoden zur Reinigung des Wassers von solchen Krankheitserregern entfernten auch bis zu 90 Prozent der Mikroplastik aus dem Wasser. stk

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