Westumfahrung ist prioritär

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Weiterentwicklung des Nationalstrassennetzes verabschiedet. Er sieht laut einer Mitteilung bis 2030 Erweiterungsprojekte in einem Umfang von 14,8 Milliarden Franken vor. Auch die Erweiterung der Westumfahrung Zürich zwischen dem Anschluss Limmattal und Urdorf gehört dazu. Laut der Aufstellung des Bundes sei aber eine „definitive Freigabe aufgrund Planungsstand noch nicht möglich“. Daher wird das Projekt in die Liste der Vorhaben mit einem prioritären Realisierungshorizont 2030 aufgenommen. Für diesen Abschnitt der Westumfahrung Zürich sind laut einer Kostenaufstellung des Bundes insgesamt 124 Millionen Franken vorgesehen.

Der Ausbau der N1 zwischen Dietikon und Wettingen wird länger auf sich warten lassen. Es sei „planerisch erst im Frühstadium“. Dieses Projekt ist in die Liste der Vorhaben mit einem Realisierungshorizont 2040 aufgenommen worden. Dafür sind 243 Millionen Franken vorgesehen. Der Ausbau, Kostenpunkt 103 Millionen Franken, zwischen Dietikon und dem Kreuz Limmattal dagegen hat es nur in die Liste der Vorhaben mit weiteren Realisierungshorizonten geschafft – ähnlich wie der Ausbau zwischen Wettingen und Birrfeld samt der vierten Bareggröhre für 564 Millionen Franken. 

Der Bund macht sich auch Gedanken über die generelle Zukunft des Transitverkehrs im Limmattal. „Studie zu grossräumiger Umfahrung Limmattal im Gang“, schreibt er in der Auflistung der einzelnen Projekte. Wenn die Limmattaler Gemeinden zu einer Limmatstadt zusammenwachsen, dann stellt sich die Frage, ob der Transitverkehr weiter wie bisher mitten durch den Talkessel geführt werden soll. stk