Westeuropa profitiert von Personenfreizügigkeit

23. Mai 2019 14:41

Brüssel - Seit dem Beginn des Jahrhunderts hat sich die Mobilität von Arbeitnehmern innerhalb der EU verdoppelt, wie aus einem Bericht des Forschungsnetzwerks EconPol hervorgeht. Auf aufnehmende Länder habe sich das ökonomisch positiv ausgewirkt.

Die Mobilität von Arbeitnehmern innerhalb der EU hat sich seit dem Beginn des Jahrhunderts verdoppelt. Derzeit leben rund 4 Prozent aller Arbeitnehmer im Alter von 20 bis 64 in einem anderen Mitgliedstaat der EU. Dies schreibt das Forschungsnetzwerk EconPol in einem Artikel. 4 Prozent ist aber eine Durchschnittszahl. In Wirklichkeit gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern: So arbeiten etwa nur 1 Prozent der Deutschen, 1,1 Prozent der Briten und 1,8 Prozent der Franzosen im EU-Ausland. In Estland erreicht dieser Anteil dagegen 12,6 Prozent, in Portugal 13,8 Prozent und in Rumänien sogar 19,7 Prozent.

Zunächst hätten Grossbritannien und Irland verhältnismässig viele EU-Zuwanderer aufgenommen. Später seien Deutschland und andere nördliche Länder das Hauptziel gewesen. Laut dem Artikel war die Ost-West-Wanderung insgesamt ökonomisch positiv für die aufnehmenden Länder. „Aber eine grössere Abwanderung von gut ausgebildeten Südeuropäern in den Norden könnte sich wirtschaftlich negativ auf die abgebenden Länder auswirken“, heisst es. EconPol betont allerdings auch, dass die bessere Wirtschaftsentwicklung in den neuen Mitgliedstaaten „die Wanderung von Ost nach West mittlerweile zum Halten gebracht hat“ – auch aus Polen und den baltischen Staaten. ssp

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