Werner & Mertz erhält Gold-Zertifizierung

19. August 2021 10:59

Mainz/Bäch SZ - Werner & Mertz hat für seinen neuen Standbodenbeutel eine Cradle to Cradle Certified Gold-Zertifizierung erhalten. Bei der Entwicklung des für die Kreislaufwirtschaft geeigneten Produkts hat der Mainzer Hersteller von Pflege- und Reinigungsprodukten mit Mondi und EPEA Switzerland kooperiert.

Werner & Mertz ist für seine fünfjährige Entwicklungsarbeit belohnt worden. Der in Mainz ansässige Hersteller von Pflege- und Reinigungsprodukten hat einen kreislaufwirtschaftstauglichen Standbodenbeutel entwickelt. In diesem können beispielsweise Reinigungsprodukte der Marke Frosch verpackt werden. Nun hat Werner & Mertz dafür die Cradle to Cradle Certified Gold-Zertifizierung erhalten, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Es handelt sich demnach um die erste flexible Verpackung weltweit, die in allen Kategorien der Cradle to Cradle Certified-Product Scorecard Gold erreicht hat.

Bei Cradle to Cradle handelt es sich um ein Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Dabei wird gewährleistet, dass alle verwendeten Materialien für biologische oder technische Kreisläufe unbedenklich sind. Entsprechende Produkte und Prozesse werden von der in Bäch ansässigen EPEA Switzerland zertifiziert, einem akkreditierten Gutachter für die Cradle to Cradle Certified- und Material Health Certificate-Zertifizierung. Neben dem in Wien, London, Südafrika und global ansässigen Verpackungshersteller Mondi war EPEA Switzerland einer der beiden Partner von Werner & Mertz bei der Entwicklung des Standbodenbeutels.

„Ein Produkt wahrhaftig im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, das schafft kein Unternehmen alleine, dazu bedarf es eines interdisziplinären Netzwerks an Expert*innen“, wird Albin Kälin in der Mitteilung zitiert, Geschäftsführer von EPEA Switzerland. „Durch die konsequente Herangehensweise des gesamten Teams nach den Cradle-to-Cradle-Prinzipien ist Werner & Mertz und Mondi mit dem Standbodenbeutel ein echtes Leuchtturmprojekt gelungen!“

Konventionelle Verpackungsbeutel bestehen aus mehreren Materialien, was die Wiederverwertung verhindert. Daher besteht der neue Beutel von Werner & Mertz nur aus einem Material, dem Kunststoff Polyethylen. Aber auch Aspekte des Sammel- und Sortierprozesses sind in die Produktentwicklung eingeflossen. Zudem musste auch gewährleistet werden, dass die verwendeten Druckfarben dem Cradle to Cradle-Prinzip entsprechen. Nach dem Produktdesign war es ausserdem notwendig, entsprechende Produktionsmaschinen zu entwickeln.

Nun kann das kreislauffähige und zertifizierte Produkt im sogenannten Gelben Sack entsorgt und somit der Wiederverwertung zugeführt werden. „51 Prozent aller Verpackungen, die im Gelben Sack landen, sind Folienverpackungen. Das birgt ein enormes Potenzial fürs Recycling, das bisher kaum genutzt wurde. Das wollten wir ändern!“, heisst es von Immo Sander, Leiter Verpackungsentwicklung bei Werner & Mertz. jh

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