Weniger Lastwagen fahren durch die Alpen

13. September 2018 13:20

Bern - Die Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen haben im ersten Halbjahr 2018 weiter abgenommen. Allerdings konnte die Bahn ihr bisher starkes Wachstum beim Güterverkehr durch die Alpen nicht fortsetzen. Gründe dafür waren unter anderem Bauarbeiten am Streckennetz im In- und Ausland.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden 477.000 Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen verzeichnet. Das sind 2,5 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einer Mitteilung. Insgesamt ist die Zahl der Fahrten damit so tief wie zuletzt im Jahr 1999. Die Fahrten nahmen auf allen vier Alpenübergängen der Schweiz ab.

Währenddessen wurde das starke Wachstum der Bahn, das sie zwischen 2013 und 2017 erzielt hat, nicht fortgesetzt. Die transportierte Gütermenge blieb gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 quasi unverändert. Laut dem BAV hat dies vor allem mit zahlreichen Bautätigkeiten in der Schweiz und auf den Zufahrtsstrecken des alpenquerenden Schienengüterverkehrs im Ausland zu tun. Zudem wirkten sich die Streiks der französischen Bahnangestellten dämpfend aus.

Das BAV betont in seiner Mitteilung, dass die Qualität des Schienengüterverkehrs von grosser Bedeutung ist. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit müssten verbessert werden. Dafür sei neben einer guten Verwaltung der Baustellen auch die Vorhaltung einer genügenden Anzahl von Ressourcen bei den Güterbahnen erforderlich. ssp

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