Weniger Anzeichen für Schwarzarbeit

Die intensiven Kontrollen gegen Lohndumping und Schwarzarbeit scheinen zu helfen. Das jedenfalls legen die Berichte des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen im freien Personenverkehr mit der EU und zum Vollzug des Bundesgesetzes gegen die Schwarzarbeit nahe. Laut einer Mitteilung des Seco wurden bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit 2017 insgesamt 11.971 Betriebskontrollen durchgeführt, ähnlich viel wie im Vorjahr. Die Zahl der Personenkontrollen ist um 2 Prozent auf 36.072 gestiegen. Insgesamt haben die kantonalen Kontrollorgane 13.359 Verdachtsmomente auf Schwarzarbeit festgestellt, das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Sanktionen und sonstigen getroffenen Massnahmen ging um 10 Prozent auf 2034 zurück.

Im Rahmen der Umsetzung der flankierenden Massnahmen wurden die Lohn- und Arbeitsbedingungen bei mehr als 44.000 Unternehmen in der Schweiz und bei 170.000 Personen überprüft. Das entspricht 7 Prozent der Schweizer Arbeitgeber, 36 Prozent der Entsandten und 33 Prozent der selbständigen Dienstleistungserbringer. Dabei haben die kantonalen tripartiten Kommissionen festgesellt, dass die Zahl der Lohnunterbietungen bei den kontrollierten Schweizer Arbeitgebern von 11 auf 13 Prozent gestiegen ist, bei den kontrollierten Entsendebetrieben von 14 auf 16 Prozent gestiegen ist. Die Quote der Verstösse gegen allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge dagegen sank bei den Schweizer Arbeitgebern von 27 auf 24 Prozent und bei den Entsendebetrieben von 25 auf 24 Prozent. Bei 7 Prozent der kontrollierten Selbständigerwerbenden wurde eine Scheinselbständigkeit vermutet. stk