Weltwirtschaftsforum richtet COVID-Plattform ein

12. März 2020 11:40

Genf - Das Weltwirtschaftsforum hat die Schaffung einer COVID-Aktionsplattform angekündigt. Sie zielt darauf ab, kollektive Massnahmen der Geschäftswelt zu organisieren und den Lebensunterhalt der Menschen zu sichern.

Als Reaktion auf die COVID-Pandemie hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) eine Aktionsplattform ins Leben gerufen. Laut einer Medienmitteilung soll die Plattform die Unterstützung des Privatsektors für eine globale Reaktion des öffentlichen Gesundheitswesens kanalisieren. Sie soll dies in einem Umfang und mit der Geschwindigkeit ermöglichen, die zum Schutz von Leben und Lebensgrundlagen erforderlich ist. Es gehe darum, Wege zu finden, um den globalen Notfall so schnell wie möglich zu beenden.

Die COVID-Plattform wird sich auf drei Prioritäten konzentrieren. Sie soll weltweit Unternehmen „wachrütteln“ und zu kollektivem Handeln bewegen. Der Lebensunterhalt der Menschen soll geschützt und die wirtschaftliche Kontinuität sichergestellt werden. Zudem soll sie Unternehmen mobilisieren, ihre Unterstützung für Lösungen im Gesundheitssektor bereitzustellen. Unternehmen können sich ab sofort auf der Plattform registrieren.

In Zusammenarbeit mit dem 2017 gegründeten Pandemic Supply Chain Network (PSCN) soll auf der Plattform eines der ersten Projekte die Lieferketten stärken. Dies soll sicherstellen, dass die wichtigsten Gesundheitsprodukte für diesen Notfall „verfügbar, zugänglich, erschwinglich und von guter Qualität“ sind.

„COVID-19 verursacht gesundheitliche Notfälle und ökonomische Disruptionen, die kein einzelner Stakeholder angehen kann“, wird Gründer und Vorstandsvorsitzender des WEF, Klaus Schwab, zitiert. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), betont, dass der Privatsektor mit seinem Fachwissen, seiner Innovation und seinen Ressourcen eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung dieser Krise spiele. „Wir fordern Unternehmen und Organisationen auf der ganzen Welt auf, diese Plattform in vollem Umfang zu nutzen, um die globale Reaktion des öffentlichen Gesundheitswesens auf COVID-19 zu unterstützen.“ mm

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