Weltbank stoppt ihre Rangliste

31. August 2020 13:06

Washington - Die Weltbank gibt ihre Rangliste zur Wettbewerbsfähigkeit vorerst nicht weiter heraus. Damit reagiert sie auf manipulierte Daten aus Aserbaidschan, China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Schweiz erreichte in der Rangliste jeweils schlechte Plätze.

Die Schweiz ist bei Ranglisten zur Wettbewerbsfähigkeit jeweils Plätze an oder nahe der Spitze gewohnt. Die Rangliste der Weltbank hat dabei jeweils eine Ausnahme gebildet. In der Rangliste zu den Hindernissen für die Geschäftstätigkeit, dem „Ease of doing business ranking“, der internationalen Entwicklungshilfebank mit Sitz in Washington, erreichte die Schweiz nur Plätze weit hinten im Mittelfeld. So wurde sie in der Rangliste für 2020, veröffentlicht im Oktober 2019, mit 76,6 Punkten nur auf Platz 36 geführt. Damit stand sie noch hinter Ländern wie Russland (Platz 28), China (Platz 31) und Aserbaidschan (Platz 34). Auf den vordersten Plätzen standen dagegen Länder, die auch in anderen Ranglisten an der Spitze auftauchen: Neuseeland, Singapur, Hongkong, Dänemark und Südkorea.

Nun stoppt die Weltbank die Rangliste. In den Berichten für 2018 und 2020 sei „eine Reihe von Unregelmässigkeiten“ festgestellt worden, schreibt sie in einer Mitteilung. Die Weltbank würde nun systematisch die Daten der vergangenen fünf Ranglisten überprüfen. Diese würden nachträglich korrigiert werden. 

Während die Weltbank keine Namen nennt, spricht das „Wall Street Journal“ in einem Bericht von Fehlern bei den Daten für Aserbaidschan, China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. stk

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