Wasserkraft wird rentabler

07. Juni 2019 12:02

Bern - In diesem Jahr haben 27 Grosswasserkraftwerke einen Antrag auf einen Mittelzuschuss beim Bundesamt für Energie gestellt. Im vergangenen Jahr hatten noch 48 Grosswasserkraftwerke einen Zuschuss für über dem Marktpreis liegende Gestehungskosten für Strom aus Wasserkraft gestellt.

Grosswasserkraftwerke, welche die von ihnen produzierte Energie zu unter den Gestehungskosten liegenden Preisen am Markt absetzen müssen, können beim Bundesamt für Energie (BFE) einen Antrag auf eine Marktprämie stellen, informiert Christian Bühlmann, stellvertretender Leiter Energieversorgung und Monitoring beim BFE, in einem Beitrag auf dem BFE-Blog Energeia+. Im letzten Jahr hatten insgesamt 48 unrentable Grosswasserkraftwerke eine Förderung in Gesamthöhe von 128 Millionen Franken beantragt. In diesem Jahr haben nur noch 27 Grosswasserkraftwerke ein Gesuch für eine Marktprämie zum Ausgleich von über den Marktpreisen liegende Gestehungskosten im Jahr 2018 eingereicht. Die dabei beantragten Fördermittel summieren sich für alle 27 Kraftwerke auf rund 70 Millionen Franken.

Bühlmann erklärt den Rückgang einerseits mit den 2018 im Vergleich zu 2017 um rund 20 Prozent gestiegenen Marktpreisen für Strom. Zum anderen könnten „Betreiber und Eigentümer von Grosswasserkraftwerken mit Endverbrauchern in der Grundversorgung die Produktion ihrer unrentablen Kraftwerke gemäss Artikel 31 des Energiegesetzes seit 2018 prioritär zu Gestehungskosten in die Grundversorgung verrechnen“, erläutert der Experte des BFE.

Die eingegangenen Gesuche sollen bis Ende September geprüft und gegebenenfalls bewilligt werden. Dabei steht bereits fest, dass die für Marktprämien zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 100 Millionen Franken in diesem Jahr nicht ausgeschöpft werden. Die restlichen Mittel werden dem Netzzuschlagsfonds als Reserve bis zum Auslaufen der Marktprämie 2022 gutgeschrieben. hs

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