VSE mahnt europäische Versorgungssicherheit an

VSE-Präsident Michael Wider hat gemeinsam mit neun weiteren Verbänden der europäischen Stromwirtschaft eine Erklärung zur Unterstützung der europäischen Klimaziele unterzeichnet, wie es in einer Medienmitteilung des VSE heisst. Die Verbände drücken dabei aber auch ihre Sorge um die Versorgungssicherheit an. Wenn Atom- und fossile Kraftwerke abgestellt werden, würde die „gesicherte Leistung in ganz Europa massiv“ abnehmen. Dies würde auch die Schweiz betreffen. „Sich heute vor allem auf zukünftige Stromimporte aus Deutschland und Frankreich zu verlassen, ist keine gute Strategie – und stellt ein grosses Risiko dar“, wird Wider in der Mitteilung zitiert.

Der VSE bezieht sich dabei auf den Atom- und Kohleausstieg in Deutschland und den alternden Nuklearpark in Frankreich. „Wir müssen unsere Nachbarn und deren Umsetzung ihrer Produktionsstrategien nun genau beobachten. Dabei sollten wir Rahmenbedingungen schaffen, die mehreren Szenarien gerecht werden“, heisst es von Wider. Er weist zudem daraufhin, dass das heutige Marktgefüge in der Strombranche nicht zu Investitionsanreizen führen würde, so dass allfällig entstehende Leistungslücken nicht gefüllt werden könnten. Wenn sich daran nichts ändern würde, „könnte die bisherige Solidarität unter den Ländern schon in wenigen Jahren gefährdet sein“, erklärt der VSE. jh