Vontobel-Preis an drei Forschende verliehen

06. September 2019 10:59

Zürich - Die Preise der Vontobel-Stiftung für hochstehende Altersforschung sind verliehen worden. Ausgezeichnet wurden Schweizer Forschende der Universität Zürich, des Universitätsspitals Basel und des Hôpital Necker Paris.

Das Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich (UZH) hat den von der Vontobel-Stiftung dotierten Preis für Altersforschung verliehen. Hauptziel ist die Förderung der gerontologischen Forschung in der Schweiz. Insbesondere sollen damit Grundlagenwissen für die Praxis erschlossen und praktische Erfahrungen für die Forschung zugänglich gemacht werden. Ausserdem wollen die Initiatoren die Öffentlichkeit für Themen rund ums Altern sensibilisieren.

Laut einer Medienmitteilung erhielt Burcu Demiray Batur einen mit 12.500 Franken dotierten Vontobel-Preis. Sie leitet am Psychologischen Institut der Universität Zürich eine Forschungsgruppe für Gerontopsychologie und Gerontologie. In ihrer ausgezeichneten Arbeit untersuchte die Wissenschaftlerin, wie und warum sich ältere Menschen im Alltag erinnern. 

Jonathan Rychen, Assistenzarzt am Universitätsspital Basel, und Sarah Stricker, Assistenzärztin am HôpitalNecker Paris, wurden ebenfalls mit einem in dieser Höhe dotierten Preis geehrt. Sie haben erstmals Daten zu den Folgen operativer Eingriffe an der Wirbelsäule bei Personen ab 90 Jahren vorgelegt. Ihre Arbeit weist nach, dass es keinen Grund gibt, weshalb sich deren Diagnostik, Abklärung, Prognose und Nachsorge von jener jüngerer Patienten unterscheiden sollten.

Ein mit 5000 Franken dotierter Anerkennungspreis ging an Sarah Ziegler, Postdoktorandin am Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der UZH. Sie hatte nachgewiesen, dass über 80-Jährige in Spitälern, Patienten mit Krebsdiagnose oder unverheiratete Patienten in Altersheimen weniger mit Tiefensedierung bis zum Tod versorgt werden als andere Patienten. mm

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