Vontobel-Chef will Wachstum mit mehr Spass

15. Januar 2018 14:44

Zürich - Zeno Staub, CEO der Zürcher Privatbank Vontobel, will vom langweiligen Ruf der Bankenbranche weg. In einer neuen Personalstrategie will er nach Bankern suchen, die „eine Meinung haben und den Ist-Zustand herausfordern“, wie er laut eines Medienbericht sagt.

Der Vontobel-Chef hat laut eines Berichts der „Financial Times“ die Personalabteilung beauftragt, Stellenausschreibungen neu zu gestalten. Dabei sucht Zeno Staub nach einem neuen Typus von Banker. Neu sollen nicht nur die nötige Erfahrung in der Finanzbranche aufgezeigt werden müssen. Mitarbeitende sollen auch „eine Meinung haben“ und bestehende Abläufe hinterfragen. „Wir haben es sogar gewagt, das Wort ‚excite‘  zu verwenden“, so Staub. „Wir wollen Spass haben“.

Das Schweizer Banking war bisher in erster Linie durch Qualität, Sicherheit und Diskretion bekannt. Allerdings reiche es nicht, bloss Schweizer zu sein, um im Wettbewerb bestehen zu können, erklärt Staub. Schweizer Werte seien zwar wichtig, es sei jedoch auch von grosser Bedeutung, nicht immer nur den Marktkonsensus zu vertreten. Ein langfristiger Ansatz helfe zudem auch dabei, dass Mitarbeitende ihre bisherigen Leistungen übertreffen.

Wichtig sei es allerdings auch, dass Mitarbeitende Grenzen erkennen. Um künftige Rechtsstreitereien möglichst zu vermeiden, verlangt Staub von seiner Beratertruppe auch, sich nicht in Grauzonen aufzuhalten. ssp

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