VirtaMed nutzt virtuelle Realität

07. April 2017 11:57

Schlieren ZH - Das Schlieremer Unternehmen VirtaMed entwickelt Anwendungen, die mit Brillen in der virtuellen Realität genutzt werden. Dazu greift es auf seine langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung medizinischer Simulatoren zurück.

Für seine Simulatoren erzeugt VirtaMed 3D-Darstellungen des menschlichen Körperinneren, mit denen Mediziner operative Eingriffe trainieren können. Insofern hat das Schlieremer Unternehmen schon seit seiner Gründung 2007 im Bereich der virtuellen Realität (VR) gearbeitet, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Dieser Bereich erlebt allerdings durch die Entwicklung moderner VR-Brillen einen Aufschwung und auch VirtaMed bedient sich solcher Brillen, wie der HTC Vive.

So hat das Unternehmen eine Anwendung entwickelt, die auf dem AthroS-Kniesimulator basiert. Mit VirtaMed ArthroS Knee Inside View kann der Nutzer eine Wanderung durch das Innere eines menschlichen Knie unternehmen. Mit verschiedenen Werkzeugen kann das Gewebe berührt und auch verändert werden. Die Firma habe so ihre Arbeit der vergangenen Jahre mit der neuen Technologie verbunden und auch den gewünschten Lerneffekt in die Anwendung integrieren können, heisst es von Kogeschäftsführer Stefan Tuchschmid. So würde die Neuentwicklung auch in das Portfolio des Unternehmens passen.

Ob mit den unternehmenseigenen Simulatoren oder VR-Brillen: Die 3D-Umgebungen von VirtaMed verfolgen letztlich zwei zentrale Ziele. Einerseits soll das Training von Medizinern an Leichen reduziert werden und andererseits dem Patienten Schaden erspart werden. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Innovations- und Jungunternehmerzentrum Start Smart Schlieren. jh

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