Vier Zürcher Forscher erhalten Pfizer Forschungspreis 2020

11. Februar 2020 15:02

Zürich - Vier junge Wissenschaftler der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich sind mit dem Pfizer Forschungspreis 2020 ausgezeichnet worden. Mit ihrer Arbeit leisten sie Beiträge zur Bekämpfung von Aids und Multipler Sklerose (MS).

Vier Forscher aus unterschiedlichen Schweizer Forschungsinstituten und Spitälern haben den Pfizer Forschungspreis 2020 erhalten. Das gibt die Universität Zürich (UZH) in einer Medienmitteilung bekannt. Er wird jährlich vergeben und zählt zu den bedeutendsten Medizin-Forschungspreisen der Schweiz. Geehrt werden herausragende Beiträge junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Grundlagenforschung oder klinischen Forschung.

Roger Kouyos, Professor für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich, und Claus Kadelka, der mit ihm am Institut für Medizinische Virologie der UZH forscht, gehen der Frage nach, warum einige HIV-Infizierte breit wirksame Antikörper produzieren, die fast alle bekannten Virenstämme neutralisieren können. Für ihre Studie untersuchten sie Blutproben und klinische Daten von über 400 HIV-infizierten Personen aus anderen Schweizer Studien. Dabei fanden sie signifikante genetische Einflüsse genetischer Faktoren der Viren auf die Art der entwickelten Antikörperreaktionen. Diese neue Erkenntnis ist ebenso wie das Auffinden eines Virenstamms, der diese effektive Antikörperantwort auslöst, möglicherweise eine Basis für die Entwicklung eines HIV-Impfstoffs. 

Ivan Jelčić vom klinischen MS-Forschungsprogramm der UZH und Falez Al Nimer, der am Universitätsspital Zürich und am Stockholmer Karolinska Institutet arbeitet, haben mit weiteren Kolleginnen und Kollegen untersucht, welche Mechanismen das immunologische Gleichgewicht bei MS stören. Zudem wollten sie wissen, wie B- und T-Immunzellen an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Ihre Erkenntnisse bieten eine mögliche Erklärung dafür, warum die Behandlung mit B-Zell-depletierenden Substanzen bei MS wirksam ist. Das könnte den Weg zu weiteren präziseren Behandlungen der Multiplen Sklerose ebnen. mm

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