Versicherungsbranche steht vor neuen Risiken

22. Mai 2019 13:41

Zürich - Klimawandel, die neue 5G-Technologie und die zunehmende Verbreitung von Gentests könnten sich als Risiko für die Versicherungsbranche erweisen, warnt Swiss Re. In einer Studie hat der Versicherungskonzern insgesamt 15 mit Risiko verbundene Entwicklungen untersucht.

Emerging Risks sind Risiken, die sich neu entwickeln oder verändern und schwer zu quantifizieren sind, erläutert Swiss Re in einer Mitteilung zum „SONAR-Bericht 2019“ des Schweizer Rückversicherungskonzerns. Er hat insgesamt 15 solcher Emerging Risks ausgemacht, welche „die Versicherungsindustrie auf ihrem Radar haben sollte“, heisst es dort weiter.

Fünf von ihnen stellten dabei „Risiken mit besonders hohem Einfluss auf die Branche“ dar. In der Mitteilung wird dabei an erster Stelle das Aufeinandertreffen von neuen Technologien und veralteter Infrastruktur genannt. Hier komme auf die Versicherer beispielsweise von Krankenhäusern ein unerwartetes Verlustpotenzial zu.

Auch die Möglichkeiten, welche die 5G-Technologie beispielsweise für das Internet der Dinge bietet, können sich nach Ansicht von Swiss Re als Risiko erweisen. Der Konzern hegt hier insbesondere Bedenken in Bezug auf Datenschutz- und Sicherheitsverletzungen. Die zunehmende Verbreitung von Gentests werde ebenfalls „signifikante Auswirkungen auf die Lebensversicherer, sowohl in Bezug auf das Datenmanagement als auch auf die aufsichtsrechtlichen Vorschriften“ haben, schreibt der Konzern in der Mitteilung.

Als weiteres zentrales Risiko wird der Klimawandel eingeschätzt. „SwissRe und die gesamte Versicherungsbranche haben bereits vor Jahrzehnten vor dem Klimawandel als aufkommendem Risiko gewarnt“, wird Patrick Raaflaub, Group Chief Risk Officer bei SwissRe, in der Mitteilung zitiert. „Das Risiko hat sich nun manifestiert, aber die damit verbundenen und zu überwindenden Ungewissheiten, wie die Auswirkungen auf den Life&Health-Versicherungsbereich, bleiben noch immer.“ hs

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