Versicherungsbranche profitiert von komplexen Datenanalysen

21. August 2019 12:26

Zürich - Komplexe Datenanalysen können dazu beitragen, die Schadenquote von Nichtlebenversichern deutlich zu senken. Gleichzeitig sollten sie als Mittel zur Erschliessung neuer Möglichkeiten genutzt werden. Dies hat Swiss Re in einer Studie herausgearbeitet.

„Mit der sogenannten ,Advanced Analytics‘, einer Kombination aus Datenwissenschaft, umfassendem Risiko-Know-how und Branchenwissen, können Versicherer wachsen, ihren Bestand optimieren und die Effizienz ihrer betrieblichen Abläufe verbessern“, erläutert Swiss Re in einer Mitteilung zur aktuellen „sigma-Studie“ des Zürcher Rückversicherungskonzerns. Ihr zufolge eröffnet die neue Technologie „Nichtlebenversicherern neue Möglichkeiten zur Risikobewertung und -minderung“. Den Analysten zufolge können Versicherer mit der Hilfe von Advanced Analytics ihre Schadenquote um 2 bis 5 Prozent senken.

Als Beispiel wird in der Mitteilung unter anderem der Einsatz von Advanced Analytics in der gewerblichen Sachversicherung genannt. Hier macht die Technologie es möglich, Besichtigungen vor Ort durch virtuelle Anwendungen, wie die Modellierung von Daten zu Standort und Nutzen von Gebäuden, zu ersetzen. In der Seefrachtversicherung stehen „detaillierte situative und verhaltensbezogene Daten zu über 100.000 Schiffen“ zu Verfügung, die zur Identifikation von riskantem Verhalten und zur Überwachung von Risikokonzentrationen genutzt werden können.

„Die Nachfrage nach P&C Analytics, einem Bestandteil der Swiss Re P&C Solutions Suite, ist weiterhin hoch“, wird Daniel Knüsli, Head P&C Analytics, P&C Solutions bei Swiss Re, in der Mitteilung zitiert. „Das Tool liefert datengestützte Erkenntnisse zu Geschäftsprozessen, mit Hilfe derer unsere Kunden ihr Geschäft erweitern, ihre Profitabilität steigern und ihre Effizienz verbessern können.“ hs

Mehr zu Swiss Re

Aktuelles im Firmenwiki