Schweizer Krankenversicherer tragen die Kosten für die Hirntumor-Therapie von Novocure. Symbolbild: Pixabay

Versicherer übernehmen Kosten für Novocure-Therapie

18. Dezember 2020 09:54

Root LU - Schweizer Krankenversicherer tragen die Kosten für die Hirntumor-Therapie des Biotech-Unternehmens Novocure. Sie wurde jetzt vom Bundesamt für Gesundheit in die Liste erstattungsfähiger Behandlungen aufgenommen.

Die Kosten für die Novocure-Therapie gegen das Glioblastom (GBM) werden von den Schweizer Krankenversicherungen bezahlt. Wie Novocure bekanntgibt, hat das Bundesamt für Gesundheit seine Therapie gegen diesen besonders bösartigen Hirntumor in die Mittel- und Gegenständeliste für erstattungsfähige Anwendungen übernommen. 

Das nordamerikanische Onkologieunternehmen mit Niederlassung im Kanton Luzern hat für seine Optune genannte nicht-invasive Krebstherapie die sogenannten Tumor-Therapiefelder entwickelt. Sie nutzt elektrische Felder mit spezifischen Frequenzen, um die Zellteilung zu stören. Gesundes Gewebe wird dabei nicht angegriffen. Optune ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom nach Operation und Abschluss einer Strahlentherapie indiziert, zusammen mit der begleitenden Standard-Chemotherapie mittels Temozolomid. Bei rezividierendem Glioblastom ist die Behandlung mit Optune nach Chemotherapie angezeigt. 

„Wir freuen uns sehr, dass die Schweiz die nationale Kostenerstattung für Optune eingeführt hat", so Thomas Hefti, Vice President Europa and Emerging Markets. „Der Zugang zu unserer Therapie wächst weltweit. Die zunehmende Anerkennung von Optune durch die Krankenversicherer macht das deutlich."

„Die nationale Kostenerstattung für Optune bei neu diagnostizierten GBM-Patienten in der Schweiz ist die Folge einer riesigen Kraftanstrengung unseres Teams, um den Zugang zu unserer Therapie zu erweitern“, wird Pritesh Shah, Chief Commercial Officer von Novocure, in der Mitteilung zitiert. mm

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