Vermögen wachsen stark und sind ungleicher verteilt

23. September 2019 14:13

Bern - Die Vermögen in der Schweiz sind stark gewachsen, ihre Verteilung ist ungleicher geworden. Dies geht aus Steuerdaten der Eidgenössischen Steuerverwaltung von 2003 bis 2015 hervor.

Die Ungleichheit in der Schweiz nimmt zu. Das fördern Steuerdaten der Jahre 2003 bis 2015 zutage, die die Eidgenössische Steuerverwaltung ausgewertet hat. Demnach ist das wohlhabendste Prozent der Bevölkerung im genannten Zeitraum um 43 Prozent reicher geworden. Dagegen sind die schwächeren Dreiviertel aller Vermögen um 18,6 Prozent gestiegen. 

Ende 2015 betrug das Vermögen der Haushalte in der Schweiz 1,792 Milliarden Franken. Die höchsten Vermögen pro Einwohner verzeichnen die Kantone Schwyz (718.473 Franken), Nidwalden (677.401 Franken) und Zug (492.311 Franken). Das niedrigste Vermögen pro Einwohner weist der Kanton Freiburg auf (99.099 Franken).

55,46 Prozent der Vermögen liegen unter 50.000 Franken. Ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer besitzt gar keine Ersparnisse. 5,72 Prozent der Vermögen übersteigen eine Million Franken, das sind 66,59 Prozent des Gesamtvermögens des Landes. 0,28 Prozent liegen über 10 Millionen Franken. Das entspricht einem Anteil von 30,34 Prozent am gesamten Wohlstand.

Am ungleichsten verteilt sind die Vermögen im Kanton Genf. Am wenigsten differieren sie im Kanton Uri. Insgesamt hat die ungleiche Verteilung in der Schweiz seit 2003 zugenommen.

Die Angaben beziehen sich auf das steuerbare Nettovermögen ohne Sozialabzüge. Nicht berücksichtigt wurden Auslandsvermögen sowie die Vermögen in der zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge. mm

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