Verbot von Tierversuchen würde Forschungsplatz schaden

14. Februar 2020 13:49

Basel - Das komplette Verbot von Tierversuchen wäre für den Forschungsstandort Schweiz schädlich, meint der Verband Interpharma. Statt Verboten setzt er sich daher für strenge Kontrollen ein.

Die pharmazeutische Forschung kann heute noch nicht komplett auf Tierversuche verzichten, schreibt Interpharma in einer Medienmitteilung. Dies, obwohl es der Forschergemeinde bereits gelungen ist, viele Tierversuche durch alternative Methoden zu ersetzen.

Die Annahme der Volksinitiative Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt, die im vergangenen März eingereicht wurde, wäre daher schädlich für den Forschungsplatz Schweiz, so der Verband. Er weist unter anderem auch darauf hin, dass gerade die rohstoffarme Schweiz stark von Forschung und Innovation abhängt.

Statt Verboten fordert der Verband starke Kontrollen. Dabei stellt er das sogenannte 3R-Prinzip in den Vordergrund. Demnach sollen Tierversuche möglichst aussagekräftig sein und gleichzeitig schonend gestaltet werden (Refine), ihre Zahl soll auf das absolut Notwendige beschränkt werden (Reduce) und Ersatzmethoden sollen entwickelt, gefördert und wo immer möglich angewendet werden (Replace). ssp

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